Samstag, 7. Januar 2023

FRANKFURT - MIT VIELEN ABENTEUERPUNKTEN WIEDER DA:-)

Hallo ihr Lieben,

der Flughafen Varadero ist eine Betonwüste. Man muss ewig Schlange stehen und hoffen, dass alles gutgeht, weil die Behörden sehr schleppend arbeiten. Beim Durchleuchten des Gepäcks stehen sie mit verschränkten Armen da und erwarten von dir, dass du das Gepäck selbst durchschiebst. Der Kiosk gibt diverse Rumsorten und genau eine Sorte eines Schokoriegels her wie vor 50 Jahren in Polen. Dort habe ich noch ein Paar kennengelernt, das vier Wochen lang auf eigene Faust unterwegs war. Sie hatten ständig Probleme, etwas zu essen zu finden, Geld abzuheben oder an Diesel ranzukommen, da er rationiert wird. Auch frisches Wasser, das übrigens teurer als Diesel ist, war Luxus. Dann gesellte sich noch Niko zu uns, der mit einer Kubanerin verheiratet ist und bestätigte, dass die Pandemie der kubanischen Bevölkerung den Rest gegeben hat, da der Tourismus neben dem Rum- und Tabakexport die größten Einnahmequellen darstellen Wenn er sie in Kuba besucht, dann organisiert er alles für sie auf dem Schwarzmarkt. Natürlich versucht er sie ganz offiziell nach Deutschland zu holen, aber die Behördenmühlen auf beiden Seiten mahlen langsam.

Die Boing 767-300 startete mit einer Stunde Verspätung in Varadero, aber wegen dem Rückenwind landeten wir pünktlich um 9:35 Uhr in Frankfurt. Allerdings mussten wir drei Stunden auf unser Gepäck warten, da dieser Flughafen große Personalprobleme hat. Jetzt sitze ich bei einer kostbaren Cola im ICE und freue mich auf meine Badewanne.

Kuba ist das Land mit den meisten Kontrasten, das ich je bereist habe. Jedenfalls habe ich Unmengen von Abenteuerpunkten gesammelt und bin um viele Erfahrungen reicher. Meine Kindheit in Polen und meine paar Brocken Spanisch haben sich dort als sehr wertvoll erwiesen. Zum Abschied hänge ich noch ein paar Bilder an, die ich bisher noch nicht im Blog gezeigt hatte. Danke Universum für diese Abenteuer und danke an meine Eltern, dass ich in einem freien Land aufwachsen durfte.

Liebe Grüße und bis zur nächsten Reise:-),

eure Maggie



















Freitag, 6. Januar 2023

JIBACOA & VARADERO - CHECKOUT & CHECKIN

Hallo ihr Lieben,

ich habe einigermaßen gut geschlafen, etwas Gymnastik gemacht und noch ein paar Stündchen am Strand verbracht, um mir etwas frische Farbe zu holen. Eine Rundreise ist natürlich keine Erholungsreise und der Jetlag sowie die Erkältung haben mir etwas zu schaffen gemacht. Man kann sich seine Mitreisenden eben nicht aussuchen, die mit der Gesundheit der der anderen spielen.

Insgesamt bin ich aber mit meiner Reise zufrieden, durfte Land und Leute ausgiebig kennenlernen. Außerdem bin ich dem deutschen Winter entkommen. Jetzt habe ich eben den Check-In bei der Condor erledigt, was bei dieser schlechten WLan-Verbindung eine Kunst ist. Nun werde ich eine Kleinigkeit essen, duschen und um 14 Uhr holt uns ein Bus ab, mit dem wir noch etwa eine Stunde bis zum Flughafen nach Varadero fahren. Um 18:05 Uhr (also am Samstag kurz nach Mitternacht eurer Zeit) startet mein Flieger. Dort schlafe ich noch ein bisschen und schon lande ich am Samstag Morgen in Frankfurt.

Hasta luego meine Lieben,

eure Maggie















Donnerstag, 5. Januar 2023

JIBACOA MEMORIES RESORT – BADE- & GAUMENFREUDEN

Hallo ihr Lieben

gestern gab es dann doch noch eine kleine Aufregung, da meine Klimaanlage Feuer fing. Ich musste daher das Zimmer wechseln. Was mich sehr überraschte, war das Abendessen: Es geht z.T. sogar über europäische Standards hinaus – es gab einfach alles und das in einem staatlichen Hotel auf Kuba. Ich habe mir frischen Thunfisch und zwei Sardinen grillen lassen und dazu grünen Spargel mit Karotten gegessen, als Vorspeise etwas Pasta mit Langusten und Krebsen verdrückt. Das Einzige, was hier fehlt, sind Limetten und Milch. Letztere wird aus Pulver für den Cappuccino hergestellt. Daher habe ich auf einen Mochito verzichtet. Aber ansonsten bleibt kein Wunsch offen. Wieder lässt die Parallelwelt grüßen und die Kontraste könnten nicht größer sein!

Auch der Badestrand im Memories Resort kann sich sehen lassen, wobei er nicht an meinen Lieblingsstrand auf Fuerteventura rankommt. Der Atlantik ist hier ziemlich warm und die Sonne brutzelt kräftig. Die meisten Gäste gehen daher in Klamotten ins Wasser. Ich habe mir eine Schnorchelmaske ausgeliehen, das kleine Riff inspiziert und sogar Nemo getroffen. Danach habe ich mir noch eine Massage vor dem Rückflug gegönnt und den Abend mit einer Dame aus einer anderen Gruppe ausklingen lassen. Es war interessant zu erfahren, welche Route sie mit ihrem Veranstalter gemacht und welche Hotels sie angesteuert hatte. Ich hatte ja extra einen hochpreisigen gewählt, fand aber die Hotelauswahl total daneben, da die meisten außerhalb der Stadtzentren lagen und man keine Wahl zum Essengehen hatte, sonder Touri-Fraß zu überhöhten Preisen bekam. Dafür war Emilio als Guide super, also will ich mich nicht beklagen. Jetzt heißt es noch einmal schlafen und dann startet meine Rückreise.

Gute Nacht,

eure Maggie















Mittwoch, 4. Januar 2023

SOROA & JIBACOA – VON FRAUENSCHUHEN & FRAUENFINGERNÄGELN

Hallo ihr Lieben,

heute sind wir im Nebel in unserem Bergdorf aufgewacht – man hätte meinen können, man ist irgendwo in der Schweiz, dennoch war es warm. Das Frühstück war wieder sehr bescheiden, daher kam mein Schwarzbrot zum Einsatz. Immerhin bekamen wir Schweinebauch und Eier zu essen. Ich glaube, dass es für Vegetarier schwierig ist, sich in Kuba vernünftig zu ernähren, nur Reis, Bohnen, Bananen und ggf. Eier werden auf Dauer langweilig.

Dann haben wir uns in Richtung Soroa auf den Weg gemacht, wo uns ein 45 Quadratkilometer großer Orchideengarten erwartete, den ein Mann von den Kanarischen Inseln hier angelegt hatte. Er beherbergt 600 verschiedene Orchideen und 7000 weitere Pflanzen. Also die Natur ist hier an Pracht nicht zu überbieten! Das genieße ich auch sehr, fernab der mit Diesel verseuchten Städte. Anna führte uns durch und ich finde man konnte sich die Pflanzen, Blumen und Palmen ganz gut merken, weil sie tolle Namen haben wie Frauenschuh, Frauenfingernagel, Elefantenfuß, etc. Meine Lieblingsorchidee ist der asiatische Lampion. Einen schöneren Baum habe ich noch nie gesehen! Hier haben wir uns dann mit einem frischen Mangosaft gestärkt, da wir es noch ein paar Stunden zu unserem Baderessort in Jibacoa aushalten mussten. Unterwegs haben wir an der Autobahn wir noch Honig gekauft und konnten die Verkäufer mit unseren restlichen Shampoos und Lotionen beglücken. Jetzt bin ich im Memories Ressort, wo wir uns von Emilio und Viktor verabschiedet haben. Neben Geld gab es Klamotten, Hygieneartikel, Kugelschreiber und deutsche Süßigkeiten. Die Freude war groß, zumal sie mit uns allen einen Jahreslohn verdient haben. Jetzt habe ich mein Zimmer begezogen, mache mich frisch und gehe zum Abendessen. Bis morgen,

eure Maggie















Dienstag, 3. Januar 2023

VINALES TAL - IM GARTEN EDEN

Hallo ihr Lieben,

der Tag am Pool gestern hat gutgetan, sodass wir heute entspannt nach Vinales, dem Tabakanbauzentrum Kubas, aufgebrochen sind. Den ersten Stopp haben wir bei Nelson auf der Farm gemacht, der uns in die Herstellung von Zigarren eingeweiht hatte. Es ist eine Kunst für sich: die oberen Blätter der Pflanze sind stärker und von der Sonne gebräunter, die unteren heller und weniger stark. So rauchte Churchill die leichte Sorte Romeo und Julia und Che Guevara die mittlere Monte Christo. Cohiba ist eigentlich der Begriff der Indianer für „Tabak“. Auf jeden Fall dauert es fast ein Jahr bis die Tabakblätter mehrere Trocknungsphasen durchlaufen haben und man daraus eine Zigarre rollen kann. Wir durften alle auch mal eine probieren, aber mich hat sie nicht vom Hocker gehauen, dafür aber Bauer Nelson, weil er den Anbau mit einer solchen Leidenschaft betreibt, dass man sich seiner Aura beim Erzählen nicht entziehen kann (siehe Film).

Nach einer Stärkung mit Bioerzeugnissen auf einer romantisch gelegenen Hütte, sind wir dann zu einer Wanderung durch das Vinales-Tal aufgebrochen. Die Architektur der Berge hat mich total an die Ha Long Bucht in Vietnam erinnert. Unterwegs zeigte uns Emilio unterschiedliche Pflanzen, u.a. den Cashew-Baum, Hibiskusbäume und wieder meinen Liebling: Den Wetterbaum. In dieser Gegend wird auch viel geritten wie uns der kleine Migelito mit seinen sechs Jahren eindrucksvoll bewiesen hatte. Sogar eine Machete für die Schlangen hatte er dabei.

Dann lud uns eine Bäuerin spontan in ihren Garten ein und zeigte uns voller Stolz ihre Sternenfruchtbäume und Orchideen. Ich habe ihr meine Erdnuss-Riegel zum Kaffee geschenkt, worüber sie sich sehr gefreut hatte. Unterwegs haben einige von uns frische Kokosnussmilch getrunken, doch am Ende waren wir alle wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ziemlich erschöpft. Jetzt sind wir in einem Berghotel angekommen, in dem die Zikaden musizieren. Ich werde nur noch eine Dusche nehmen und dann müde und erfüllt ins Bett fallen,

Gute Nacht

eure Maggie


















FRANKFURT - MIT VIELEN ABENTEUERPUNKTEN WIEDER DA:-)

Hallo ihr Lieben, der Flughafen Varadero ist eine Betonwüste. Man muss ewig Schlange stehen und hoffen, dass alles gutgeht, weil die Behörde...