Hallo ihr Lieben,
vielleicht fragt ihr euch, was wir hier immer so in den besten Hotels zum Frühstück bekommen? Es gibt eine Toastscheibe, etwas Marmelade, ein paar Scheiben Papaya und ein Rührei sowie so eine Art Carokaffee. Aber das ist nicht schlimm, ich werde meinen Feiertagsspeck endlich los! Heute haben wir uns erst einmal Santiago de Cuba angeschaut, u.a. auch den berühmten Balkon des Rathauses, wo Fidel Castro den Sieg der Revolution verkündet hatte. Ebenso stand der Besuch einer Rumfabrik auf dem Programm, in der pro Tag 10.000 Flaschen Rum produziert und exportiert werden – dank der Familie Bacardi, die sich wohl sehr generös um Mitarbeiter und das Bildungswesen in Kuba gekümmert hatte, aber dann doch abgehauen ist, weil Freiheit hier nur ein Wort ist. Die größte Villa gehörte mal dem Bürgermeister und am Friedhof Santa Ifigenia wird in die Gräber der Toten inklusive Wachablösung am Grabmonument des Nationalhelden Jose Marti (Film) mehr Geld investiert als in das Wohlergehen der Bevölkerung. So werden u.a. morgens Arbeiter in großen Diesel-LKWs zur Arbeit gefahren und dann wieder abgeholt – das ist moderne Sklavenhaltung. Mein Highlight heute das Grab von Compay Secundo, der erst mit 90 Jahren Weltruhm mit seiner Musik und dem Buenavista Social Club erreichte. Er inspirierte mich auch dazu, mir heute Abend abseits des Dieselgestanks und des Gruppenprogramms eine Ruheinsel über den Dächern von Santiago de Cuba zu suchen, um die ersten Tage mal sacken zu lassen. Hier habe ich auch die Polin Kinga kennen gelernt, die in Kanada lebt und gerade einen Kurztrip quer durch Kuba macht – wir essen jetzt gemeinsam zu Abend, sofern die Hotelküche was her gibt.
Hasta luego,
eure Maggie
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