Hallo ihr Lieben,
Erster Halt eines sehr langen Tages war heute die heiligste Pilgerstätte Kubas: El Cobre mit seiner prachtvollen Wallfahrtskirche. Wir durften heute an einer feierlichen Segnung teilnehmen, bei dem die meisten Menschen in Gelb gekleidet waren und Sonnenblumen dabeihatten, weil sie die Mutter Gottes hier mit dem gelben Sonnenlicht assoziieren. Danach war das verschlafene Städtchen Bayamo dran, dass in der Mittagshitze wie ausgestorben wirkte. Hier haben sich diverse Freiheitskämpfer gegen die Spanier aufgebäumt, aber den Kampf verloren und ihre eigene Stadt niederbegrannt, bevor die Eroberer sie einnehmen konnten. Wenn man sich heute Kuba anschaut, dann haben die Revolutionen überhaupt nichts gebracht: Heute bekommt jeder Kubaner 3,5 Kilo Reis pro Monat zugeteilt. Wenn es mal Fleisch gibt, stehen die Menschen Schlage oder beziehen es auf dem Schwarzmarkt, Überhaupt haben die edlen Gedanken zu nichts außer zur Armut geführt, die Pandemie hat den Menschen hier noch den Rest gegeben. Ich habe auf meinen Reisen noch nie so viele Bettler gesehen, sie reißen uns sogar die Shampoos aus den Hotels aus den Händen. Und ich bin froh, dass ich etwas Schwarzbrot eingepackt habe und drei Tage lang Bohnen, Reis, Bananen und etwas Rind werden langsam auch langweilig. Immerhin gab es noch ein künstlerisches Highlight in Camaguey: die Galerie von Martha Jiménez, einer begnadeten Grafikerin, Malerin und Bildhauerin, die wie ein Lichtblick in der Tristesse auf mich gewirkt hat. Ich bin nach dem Tag ziemlich geschlaucht ins Bett gefallen, zumal mich eine Mitreisende mit ihrem Husten angesteckt habt. Ich hoffe, dass ich schnell wieder auf die Beine komme. Jetzt heißt es duschen, da wir wieder 5 Stunden über Schlaglöcher fahren, Hahaha!
Liebe Grüße
eure Maggie
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